tasteMINT
tasteMINT
tasteMINT bietet Schülerinnen vor der Wahl des Studienfachs die Möglichkeit, ihre Potenziale für den MINT-Bereich zu erproben. An drei Tagen durchlaufen die Teilnehmerinnen in einem personalen Potenzial-Assessment-Verfahren einzeln und im Team Anforderungssimulationen aus Mathematik, Informatik, Physik (Naturwissenschaften) und Technik, die für das Studium und den späteren Beruf im MINT-Bereich typisch sind. Dabei werden sie von fachkundigen Beobachterinnen und Beobachtern begleitet, die ihnen im Anschluss ein individuelles Feedback und eine Beratung geben, basierend auf klaren, transparenten Eignungskriterien. Dazu gehört auch die Einschätzung, ob eine Universität oder Fachhochschule geeigneter sein könnte. Am Ende des Verfahrens bekommt jede Teilnehmerin eine schriftliche Dokumentation ihrer individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten zur persönlichen Weiterverwendung, z.B. bei Bewerbungen an verschiedenen Hochschulen.
Ziele von tasteMINT
- Befähigung von Schülerinnen zur richtigen Studienfachwahl im Übergang Schule – Hochschule für die MINT-Fächer
- Vermeidung von Fehlentscheidungen und Studienabbrüchen
- Steigerung des Anteils weiblicher Studierender in den MINT-Fächern durch Ermutigung (Selbstexploration, Kennenlernen der Anforderungen, Abgleich von Selbst- und Fremdeinschätzung, Beratung und Inputs durch Hochschulangehörige)
Information
Die Unterrepräsentanz von Frauen im MINT-Bereich, insbesondere in den Ingenieurwissenschaften, der Informatik und den technisch-naturwissenschaftlichen Fachrichtungen, macht deutlich, dass es bislang nicht in ausreichendem Maße gelungen ist, die Zielgruppe Frauen für diese Studiengänge zu gewinnen. Demgegenüber stehen junge Frauen, mit guten bis sehr guten Voraussetzungen um ein Studium im MINT-Bereich erfolgreich zu bewältigen, sich dies aber aus einer Vielzahl von Gründen nicht zutrauen beziehungsweise diese Studienrichtungen aus Unkenntnis über deren Inhalte und spätere Berufsmöglichkeiten nicht wählen. tasteMINT setzt genau hier an: Von 2008-2010 wurde in enger Kooperation mit WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Hochschulen der Prototyp für ein Assessment-Verfahren im Übergang vom System Schule in das System Hochschule für die MINT-Fächer entwickelt, mit dem die Hochschulen gezielt Frauen auf diese Fächer aufmerksam machen können. Gleichzeitig ist das Verfahren durch den Dialog über Selbst- und Fremdeinschätzung zwischen Beobachter/innen und Probandinnen in der Lage, Veränderungen im Selbstkonzept zu bewirken und kompetente, aber in ihrer Entscheidung noch unsichere junge Frauen zur Wahl eines MINT-Studienfaches zu ermutigen.
Es geht dabei nicht nur um vorhandenes Wissen, sondern vor allem auch um Herangehensweisen und Haltungen:
- Wie gehe ich an eine Problemlösung heran, wenn ich nicht alle Fakten weiß?
- Wann brauche ich ein Team, wann ist meine Einzelleistung gefragt?
- Wie genau, wie systematisch, wie effizient arbeite ich? Wie kann ich mich einbringen und/oder durchsetzen, wenn außer mir weit und breit kaum Frauen in meinem Studienfach sind?
Dazu kommt ein begleitendes Rahmenprogramm, in dem über das Studium und spätere Berufsmöglichkeiten informiert wird.
Am Ende der drei Tage der „Selbstexploration“ sollte die Teilnehmerin mit einer abgesicherten Orientierung und Entscheidung herausgehen, ob ein Studium in einem der MINT-Bereiche das Richtige für sie ist.
Mehr und mehr Hochschulen nutzen tasteMINT für ihre MINT-Nachwuchssicherung
Die Universität Bonn, die Universität Duisburg-Essen, die Universität Münster, die Universität Bielefeld, die Universität Kiel, die Universität und die FH Mainz sowie die Ostfalia HAW und das Konsortium tasteMINT OWL – sie alle werden tasteMINT ab 2011 f ür Schülerinnen der gymnasialen Oberstufe anbieten. Weitere Hochschulen haben bereits ihr Interesse bekundet und befinden sich in Beratungsgespr ächen zu den Möglichkeiten der nachhaltigen Implementierung von tasteMINT.





